Das Thema Digitale Transformation im Zuge der Industrie 4.0 ist aktuell in aller Munde. Was verbirgt sich hinter diesen Schlagworten? Was wird sich in Zukunft konkret verändern? Werden die Veränderungen überwiegend positiv oder negativ sein? Wie sind Arbeitnehmer von dieser Entwicklung betroffen? Wie verändern sich die Berufsbilder und wie stellt man sich in Ausbildung und Studium darauf ein?
In Kooperation zwischen der VDI-Neckargruppe, der Hochschule Heilbronn und der Firma ITK Engineering schilderten drei prominente Referenten aus Forschung, Industrie und Gewerkschaft aus erster Hand ihre Erfahrungen und gaben eine Einschätzung ab, welchen Einfluss die zunehmende Digitalisierung auf die Produktion und den Arbeitsmarkt haben wird. Zu Gast waren Dr. Raphael Menez, Projektsekretär Arbeit+Innovation im IG Metall Vorstand, Prof. Dr. Steffen Kinkel, Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dr. Matthias Haun, ITK Engineering AG.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit weiteren Teilnehmern wurde auf das Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Interessen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern in diesem Umfeld eingegangen.

Kaum ein Ort vermittelt besser, wie die Geschichte von ganzen Industriezweigen und die einer Region miteinander verflochten sind als das Technikforum in Backnang. Dieses Fazit zogen etwa 60 Mitglieder der Heilbronner Bezirksgruppe des Vereins Deutscher Ingenieure, die sich am Samstag in der Gerberstadt zu ihrem jährlichen Frühlingstreffen zusammenfanden.
Das Aprilwetter schreckte sie nicht ab, sich mit der Geschichte und der Zukunft der Telekommunikation in Backnang zu beschäftigen. Vorträge von Jürgen Beer, ehemaligem Leiter des Standorts von Telefunken und seinen Nachfolgeorganisationen und Mitglied im Beirat des Technikforums und von Dr. Erich Auer, technischem Leiter der Firma Tesat, entführten die Zuhörer von der Murr ins Weltall, von den Zeiten nach dem Krieg, die aus der Gerber- eine Telekommunikationsstadt machten, bis in die Zukunft, in der mit Höchstgeschwindigkeit und Lasern Nachrichten zwischen Satelliten ausgetauscht werden.
Gleich fanden die Nachbarn eine Gemeinsamkeit zwischen den Städten: Während in Backnang der Weltmarktführer für Satellitenkommunikationskomponenten sitzt, liefert der Weltmarktführer für Satellitensolaranlagen seine Zellen aus Heilbronn.
Da das Technikforum kein Museum ist, konnten die Gäste mit leuchtenden Augen verfolgen, wie die Mitglieder des Förderkreises des Technikforums ihre liebevoll restaurierten und instandgehaltenen Maschinen in Betrieb nahmen. Unter dem Stampfen des Diesels und dem Rasseln der Ledermaschinen erwachte ein Stück Technik- und Kulturgeschichte von der Murr.
[1] Vortrag Dr. Auer:
25.07.2016 Fahrt nach Berlin, Besuch im Bundestag, Check-In im Hotel „Mark“
Die Freiwillige Feuerwehr Neckarsulm besteht seit 1862. Zur Zeit hat sie 170 aktive Feuerwehrangehörige, die in den drei Feuerwehrabteilungen Neckarsulm, Dahenfeld und Obereisesheim ihren ehrenamtlichen Dienst tun. Das Einsatzaufkommen liegt bei jährlich rund 350 Alarmen, dabei beträgt der Anteil für technische Hilfe etwa 70%. Im Landkreis Heilbronn übernimmt die Feuerwehr Neckarsulm auch zahlreiche Sonderaufgaben im Bereich Einsatz und Ausbildung, so im Bereich der Einsätze mit Hochvolt-Batterien in Fahrzeugen und Solaranlagen.
Spannende Einblicke in die Technik hinter den Kulissen gewährte Siegfried Kern am 24. Februar bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neckarsulm und demonstrierte an praktischen Beispielen, welche technischen Herausforderungen moderne Feuerwehren meistern müssen und meistern können. Neben der von ihm mit erfundenen Methode zum gefahrlosen Schnell-Entladen der Batterie verunfallter Elektrofahrzeuge, demonstrierte er auch die Technik der Leitstelle und berichtete Einzelheiten über die Einsatzfahrzeuge.
Mit einem zünftigen Vesper klang der Abend aus.