Es muss auch bei der VDI Neckargruppe nicht immer Technik sein. Und die Physik gilt überall: in einem Motor, einem Waschbecken und im Weltall, weit weg von der Erde. Prof. Hubert Klahr vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg machte dies eindrucksvoll im Rahmen seines Vortrags über Planetenentstehung deutlich.
Die Teleskope auf dem Königstuhl bei Heidelberg reichen längst nicht mehr aus. Die Wissenschaftler können sich aber direkt mit Spanien und Chile verbinden und bekommen auch Daten aus den Weltraumteleskopen gesendet, die im All um die Erde kreisen. Sie finden damit nicht nur hunderte neuer Planeten und Planetensysteme im Universum, sondern können auch in die Kreißsäle der Sterngeburten blicken.
Was der Blick ins All nicht hergibt, wird durch die schnellsten Computer der Welt simuliert, in die Hubert Klahr die Gleichungen der gewöhnlichen Physik eingibt. Auch dort formen sich den den kosmischen Staubwirbeln nach längerem Rechnen die Kerne der späteren Sterne und Planeten.
Die Organisatoren im VDI, Thomas Heiligenmann und Ansgar Meroth, Studienfreund des Referenten, waren zufrieden. Über vierzig Gäste, von Studenten bis Pensionären, viele davon astronomisch bewandert, lauschten aufmerksam dem Vortrag und glänzten durch interessante und fachkundige Fragen.

„Der mobile Mensch steht im Vordergrund der Fabrik in Industrie 4.0“ gab Gisela Lanza, Professorin für Produktionssysteme und Qualitätsmanagement am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Publikum mit auf den Weg.
Die Hochschule Heilbronn, technisch-wissenschaftlichen Vereine und IHK hatten am 25. Oktober in die neue Aula in Sontheim geladen. Fast 200 Firmenvertreter und Hochschulangehörige fanden den Weg an den Campus. Das Schlagwort „Industrie 4.0“ machte neugierig – es steht für die Digitalisierung der Produktion, nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automatisierung.
Noch in den Achtzigern scheiterte man an der Rechnerleistung oder dem Glauben, der Mensch spiele in der digitalen Fabrik keine Rolle mehr. Professor Lanza beschreibt die vierte Revolution als den Weg „weg von hierarchischen, monolithischen Systemen hin zu dezentralen Lösungen“. Mensch-zentrierte, flexible, webunterstützte Produktionstechniken, Kommunikation und der intelligente Umgang mit riesigen Datenmengen – „Big Data“ – machen den entscheidenden Unterschied.