Hautnah berichten von Funktion und Arbeitsweise des Stratosphärenteleskops, das seit 2010 auf einer Boeing 747 der NASA im Beobachtungseinsatz ist, konnte unser Referent Klaus-Dieter Nijakowski. Er war einer der wenigen Auserwählten, die einen Flug begleiten und beobachten durften.
Nicht nur die Technik, mit der bei einer Reisegeschwindigkeit von mehreren hundert Knoten eine Positioniergenauigkeit von 0,2 Bogensekunden erreicht wird, fasziniert. Das Teleskop ermöglicht auch neue Einblicke in die Tiefen des Universums und Erkenntnisse zur Sternentstehung.
Die über 60 Zuhörer im voll besetzten Doppelhörsaal folgten gespannte 2 Stunden den Ausführungen des Referenten und nutzten gerne die anschließende Gelegenheit, im persönlichen Austausch tiefer gehende Fragen zu stellen.

Es muss auch bei der VDI Neckargruppe nicht immer Technik sein. Und die Physik gilt überall: in einem Motor, einem Waschbecken und im Weltall, weit weg von der Erde. Prof. Hubert Klahr vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg machte dies eindrucksvoll im Rahmen seines Vortrags über Planetenentstehung deutlich.
Was der Blick ins All nicht hergibt, wird durch die schnellsten Computer der Welt simuliert, in die Hubert Klahr die Gleichungen der gewöhnlichen Physik eingibt. Auch dort formen sich den den kosmischen Staubwirbeln nach längerem Rechnen die Kerne der späteren Sterne und Planeten.